Im Sommer 2019 wurde es mir ermöglicht ein Praktikum in dem expandierenden Familienunternehmen BERTSCHgroup zu machen. Mir als Unterländer war das Unternehmen mit Sitz in Bludenz zuerst nicht so bekannt. Erst bei der Suche nach zukünftigen Arbeitgebern nach meinem Studium, industrielle Energietechnik an der MU Leoben, wurde ich auf das Unternehmen aufmerksam. Die ersten Kontakte konnte ich auch gleich bei einem CHANCENLAND VORARLBERG-Treffen knüpfen. Dort traf ich den Personalleiter und erklärte ihm, um was es in meinem Studium so geht. Er war sofort begeistert und bot mir ein Praktikum an, welches ich dann auch mit großer Freude annahm.

Der erste Tag glich wohl den meisten ersten Tagen in einem neuen Unternehmen. Uns, also allen die zu diesem Zeitpunkt ein Praktikum dort starteten, wurde der interessante Werdegang der Unternehmensgruppe und damit auch der Familie BERTSCH nahegebracht. Um einen Eindruck vom Unternehmen zu geben möchte ich hier kurz ein paar Eckpunkte aufzählen. Das Unternehmen besteht seit 95 Jahren, hat 20 Standorte und etwa 400 Mitarbeiter. Ihre Kernkompetenz liegt in den folgenden vier Unternehmensbereichen:

  • BERTSCHenergy (z.B. industrielle Abhitzenutzung, Biomassenutzung, konventionelle Kraftwerke)
  • BERTSCHfoodtec (v.a. Anlagenbau/planung für milchverarbeitende Unternehmen)
  • BERTSCHlaska (v.a. Analgenbau/planung für Schlachtbetriebe)
  • BERTSCHservice (v.a. Kundenbetreuung)

 

Für genauere Informationen könnt ihr auf ihrer Website nachlesen. Für mich als Energietechniker ist natürlich der Unternehmensbereich „BERTSCHenergy“ am interessantesten, weshalb ich auch dort mein Praktikum absolvierte.

Nach der Unternehmensvorstellung wurden wir zu unseren Projektleitern gebracht, die uns herzlich willkommen hießen. Praktischerweise kannte ich meinen Projektleiter ebenfalls bereits vom CHANCENLAND VORARLBERG-Treffen, was die Stimmung sogleich auflockerte. Er erklärte mir die wichtigsten Arbeitsweisen und wie das mit dem „Digibon“ funktioniert. Dann ging es für mich auch schon mit den ersten Arbeitsaufträgen los.

Meine Aufgaben beschäftigten sich hauptsächlich mit dem Tabellenprogramm Excel. Meine erste Aufgabe war eine Case-Study für eine Wirbelschichtfeuerung durchzuführen. Dazu konnte ich ein bereits vorhandenes internes Excel-Tool verwenden und lernte so einiges über die Größenordnungen einer solchen Anlage. Das von mir erstellte Dokument mit den zusammengefassten Daten konnte dann direkt dem Kunden gesendet werden. Die zweite Aufgabe war anspruchsvoller. Dabei ging es um die Erstellung eines Excel-Tools, welches für die Berechnung von Wärmeübergängen benötigt wird. Dabei konnte ich mein Fachwissen aus unterschiedlichen Vorlesungen voll einbringen. Zudem wurde mir der Freiraum gewährt eigene Ansätze zu verfolgen und umzusetzen. Meine dritte Aufgabe war wohl die komplexeste, an der ich mir meine Zähne ausgebissen habe. Dabei ging es um ein Berechnungstool mit dem man Druckverluste einer Anlage berechnen kann und somit die Stellung eines, eigens für diesen Anlagentyp entwickelten, Regelungsapparates einstellt. Für dieses Problem musste ein bereits vorhandenes Exceltool angepasst werden. Was für mich bedeutete: dieses zuerst zu verstehen und dann auszubauen. Auch hierbei konnte ich mein Wissen einbringen und Verbesserungsvorschläge liefern. Leider ist es mir nicht mehr gelungen dieses Problem vollständig zu lösen. Somit war es zusätzlich noch meine Aufgabe meinen Nachfolger einzulernen und mein bisher generiertes Wissen an ihn weiterzugeben.

Um auch unterschiedliche Anlagen in „live“ zu sehen, wurde es zwei anderen Praktikanten und mir ermöglicht mehrere Anlagen, im Zuge verschiedener Kundentreffen, in der Schweiz zu besuchen. Die besichtigten Anlagen waren dabei in verschiedenen Phasen der Fertigstellung. So konnten wir sowohl Anlagen im Betrieb als auch Anlagen im Aufbau besichtigen. Dort trafen wir auch Mitarbeiter von BERTCHgroup, die für den Aufbau verantwortlich waren. Sie lieferten uns interessante Einblicke in den Ablauf solcher Baustellen.

Zusammenfassend kann ich sagen, dass mir das Praktikum bei BERTSCHgroup sehr gefallen hat. Ich konnte mein Wissen einbringen und wurde ausreichend gefordert, sodass mir praktisch nie langweilig wurde. Auch das Arbeitsklima in meiner Abteilung war angenehm. BERTSCHgroup ist wohl eine der wenigen Unternehmen in Vorarlberg, die für mich als Energietechniker wirklich interessant sind. Ich möchte mich auf diesem Weg auch nochmal bei BERTSCHgroup für das Praktikum bedanken.

©Antonia Schachinger

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